Kanalfräsarbeiten / Fräsroboter

Kanalfräsarbeiten mit Fräsroboter

Harte Hindernisse kontrolliert bearbeiten

Wurzeln, Betonreste, einragende Stutzen, ausgehärtetes Harz oder andere feste Hindernisse lassen sich mit einer normalen Kanalreinigung nicht immer entfernen. Kanal- Rohrreinigung Abt setzt geeignete Fräs- und Robotertechnik ein, um solche Verengungen im Hausanschluss- und Hauptkanalbereich gezielt zu bearbeiten.

Kanalfräsarbeiten beim kontrollierten Wurzelfräsen in einer Abwasserleitung KI-bearbeitete Bilddarstellung
Seit 2013Erfahrung in der Rohr- und Kanaltechnik.
Eigene SpezialtechnikFräs-, Kamera-, Ortungs- und Spültechnik.
Eigene AusführungDirekte Abstimmung ohne Vermittlungsplattform.
DN 100 bis DN 1000Abhängig von Zugang, Profil und Robotersystem.
Typische Einsatzfälle

Wann Kanalfräsarbeiten erforderlich sein können

Fräsroboter kommen zum Einsatz, wenn feste Hindernisse den freien Querschnitt einschränken, eine Kamerabefahrung verhindern oder eine Sanierung vorbereitet werden muss.

01

Wurzeleinwuchs

Wurzeln dringen häufig über undichte Muffen, Risse oder beschädigte Anschlüsse in die Leitung ein und bilden dort dichte Geflechte.

02

Beton und Mörtel

Ausgehärtete Baustoffreste können den Rohrquerschnitt dauerhaft einengen und lassen sich durch reine Hochdruckspülung oft nicht lösen.

03

Einragende Stutzen

Zu weit in den Hauptkanal ragende Anschlüsse können den Durchfluss, die Kamerabefahrung oder den späteren Linereinbau behindern.

04

Harz und harte Fremdstoffe

Ausgehärtetes Injektionsharz, feste Ablagerungen oder andere Hindernisse müssen abhängig von Material und Lage mechanisch bearbeitet werden.

Fräsroboter im Hauptkanal

Kameragestützte Bearbeitung direkt im Rohr

Der Roboter wird über einen geeigneten Schacht oder Revisionszugang in die Leitung eingebracht. Kameras und Beleuchtung unterstützen die kontrollierte Positionierung des Fräswerkzeugs am Hindernis.

Werkzeug, Antrieb, Fahrwerk und Arbeitsweise werden nach Nennweite, Rohrmaterial, Profil, Leitungsverlauf und Hindernis ausgewählt. Nicht jeder Leitungsabschnitt ist robotergängig; Zugang und technische Eignung müssen vorab geprüft werden.

  • Fräsarbeiten im Hausanschluss- und Hauptkanalbereich
  • Bearbeitung von Wurzeln, Beton, Harz und Einragungen
  • Kameragestützte Führung und Kontrolle des Arbeitsbereichs
  • Ausspülen und Austragen der gelösten Rückstände
Kanalfräsarbeiten mit Fräsroboter für einen Hauptkanal KI-bearbeitete Bilddarstellung
Fräsroboter für die gezielte Bearbeitung im Hauptkanal.
Wurzelfräsen richtig einordnen

Wurzeln entfernen – Ursache anschließend prüfen

Das Fräsen stellt den freien Querschnitt wieder her, beseitigt jedoch nicht automatisch die Eintrittsstelle der Wurzeln. Undichte Muffen, Risse oder beschädigte Rohrverbindungen bleiben ohne weitere Maßnahme bestehen.

Nach dem Wurzelfräsen sollte der Leitungszustand optisch kontrolliert werden, um zu klären, ob an der Eintrittsstelle eine Reparatur oder grabenlose Sanierung erforderlich ist.

Wichtige technische Grenzen

  • Fräsen ist keine Reparatur der beschädigten Rohrwand
  • Geschwächte oder stark gebrochene Rohre können nicht beliebig belastet werden
  • Starke Versätze und enge Bögen können die Robotergängigkeit begrenzen
  • Gelöste Rückstände müssen aus der Leitung entfernt werden
  • Vor einer Sanierung ist eine saubere und kontrollierbare Oberfläche erforderlich
Technik nach Hindernis

Nicht jedes Hindernis wird mit demselben Werkzeug gefräst

Die Auswahl richtet sich nach Material, Härte, Lage, Rohrzustand und gewünschtem Bearbeitungsziel. Falsche Werkzeuge oder unkontrollierter Vorschub können den Rohrbestand beschädigen.

Schneiden

Wurzeln und faserige Hindernisse

Geeignete Schneid- und Fräswerkzeuge tragen Wurzelwerk kontrolliert ab. Anschließend werden die Reste aus der Leitung gespült.

Fräsen

Beton, Mörtel und harte Ablagerungen

Mineralische oder stark verfestigte Hindernisse erfordern robuste Werkzeuge und eine kontrollierte kameragestützte Bearbeitung.

Vorbereitung

Stutzen öffnen und Sanierung vorbereiten

Nach einer Sanierung verschlossene Seitenanschlüsse oder einragende Stutzen können abhängig vom System robotergestützt geöffnet oder angepasst werden.

Kontrollierter Arbeitsablauf

So laufen Kanalfräsarbeiten ab

Vor dem Fräsen werden Leitung, Zugang und Hindernis geprüft. Die Bearbeitung erfolgt nicht blind, sondern auf Grundlage des sichtbaren Befunds.

1

Reinigen und inspizieren

Der Arbeitsbereich wird soweit erforderlich gereinigt und mit Kameratechnik untersucht.

2

Technik auswählen

Robotersystem, Werkzeug und Arbeitsweise werden an Rohr, Hindernis und Zugänglichkeit angepasst.

3

Hindernis bearbeiten

Das Material wird schrittweise und kameragestützt abgetragen, ohne unnötig in die Rohrwand einzugreifen.

4

Spülen und kontrollieren

Gelöste Rückstände werden ausgetragen und das Ergebnis anschließend optisch kontrolliert.

Aufwand nachvollziehbar einordnen

Wovon die Kosten der Kanalfräsarbeiten abhängen

Ein belastbarer Preis setzt Kenntnisse über Rohrdurchmesser, Zugang, Entfernung, Hindernis, Material und Leitungszustand voraus. Fotos allein reichen für eine sichere technische Kalkulation häufig nicht aus.

Bei komplexen Einsätzen können Vorreinigung, Kamerainspektion, Ortung, Fräsen, Spülung und Abschlusskontrolle als aufeinander abgestimmte Arbeitsschritte erforderlich sein.

Wichtig: Vor Beginn muss geklärt werden, ob das Hindernis entfernt werden darf und der Rohrbestand die geplante Bearbeitung technisch zulässt.
01Zugang und EntfernungSchacht, Revisionsöffnung, Einbringlänge und Erreichbarkeit des Arbeitsbereichs.
02RohrdatenNennweite, Material, Profil, Bögen, Versätze und Zustand der Rohrwand.
03Art des HindernissesWurzeln, Beton, Harz, Metall, Einragung oder andere feste Fremdstoffe.
04BegleitmaßnahmenVorreinigung, Kamera, Ortung, Hochdruckspülung und Dokumentation.
Externe Fachinformation

Robotertechnik als Bestandteil der Kanalsanierung

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall behandelt Robotertechnik als Bestandteil der praktischen Kanalsanierung und der Qualifizierung von Fachpersonal.

Fachinformationen der DWA zur Kanalsanierung

Vor Auftragserteilung hilfreich

  • Vorhandene TV-Aufnahme oder Leitungsbericht
  • Angaben zu Nennweite und Rohrmaterial
  • Entfernung des Hindernisses vom Zugang
  • Schacht- oder Revisionszugang mit Abmessungen
  • Bekannte Sanierungen, Liner oder eingebaute Formteile
Häufige Fragen

Fragen zu Kanalfräsarbeiten und Fräsrobotern

Wann ist ein Fräsroboter notwendig?

Ein Fräsroboter kann erforderlich sein, wenn Wurzeln, Beton, Mörtel, Harz, einragende Stutzen oder andere feste Hindernisse mit einer normalen Rohr- oder Kanalreinigung nicht ausreichend entfernt werden können.

Können Kanalfräsarbeiten ohne Aufgraben erfolgen?

Häufig ja, sofern ein geeigneter Schacht- oder Revisionszugang vorhanden und der Leitungsabschnitt robotergängig ist. Enge Bögen, starke Versätze oder fehlende Zugänge können den Einsatz begrenzen.

Repariert das Wurzelfräsen die undichte Leitung?

Nein. Das Fräsen entfernt das eingewachsene Wurzelmaterial, verschließt aber keine Risse oder undichten Muffen. Die Eintrittsstelle muss anschließend beurteilt und bei Bedarf saniert werden.

Wird vor dem Fräsen immer eine Kamera eingesetzt?

Der Arbeitsbereich muss vor der Bearbeitung ausreichend beurteilt werden. Bei vielen Einsätzen erfolgt dies durch eine TV-Kamerainspektion, damit Lage, Ausdehnung und Rohrzustand erkennbar sind.

Was passiert mit den abgefrästen Rückständen?

Die gelösten Rückstände werden abhängig vom Einsatz mit Hochdruckspülung ausgetragen und bei Bedarf abgesaugt. Sie dürfen nicht unkontrolliert in der Leitung verbleiben.

Welche Rohrgrößen können bearbeitet werden?

Kanal- Rohrreinigung Abt verfügt über Fräs- und Robotertechnik für den Hausanschluss- und Hauptkanalbereich von DN 100 bis DN 1000. Die tatsächliche Eignung hängt von Zugang, Profil, Verlauf und Schadensbild ab.

Festes Hindernis im Kanal? Fräsarbeiten direkt anfragen.

Senden Sie vorhandene TV-Aufnahmen, Leitungsdaten und Informationen zum nächsten Schacht- oder Revisionszugang.

07191 / 187 300 3